Das Schlimmste kommt noch ...

Autor lässt Neukirchen zum

Krimi-Ort werden

 

Mona de la Mare ist eine Frau, die über Leichen geht. Nichts ist der jungen Autorin aus Neukirchen heilig, wenn dabei am Ende eine gute Story mit einer fetten Schlagzeile herauskommt. Das bringt ihr nicht nur Freunde ein. Und weil das so ist, wird Mona eines Nachts tot in Bad Münstereifel aufgefunden, heimtückisch nach einem Vortragsabend ermordet. Doch wer ist der Täter?

 

Jürgen Schmidt weiß es – doch er verrät es nicht. Natürlich nicht, denn schließlich sollen die Leute seinen Krimi kaufen und mitraten, wer die junge Arzttochter aus Grevenbroich bei Nacht und Nebel umgebracht hat. Mit „Lesereise in den Tod“ legt der Neukirchener nun seine erste Kriminalgeschichte vor – bislang war er mit Titeln wie „Die Nebelfrau“ und „Chiliherzen“ eher auf Romanzen spezialisiert.

 

 

„Den Krimi hatte ich schon lange im Kopf – und nun habe ich ihn endlich niedergeschrieben“, sagt Schmidt, der in der „Edition Oberkassel“ rasch einen Verlag fand, der an einer Veröffentlichung interessiert war. Und obwohl der Roman erst am 19. Januar in Buchform erscheinen wird, hat er schon jetzt eine Fortsetzung im Kopf. Denn der Autor schickt mit dem Detektiv Andreas Mücke – zweimal geschieden, zwei Kinder – einen Ermittler auf Mördersuche, dem er noch viele andere spannende Abenteuer zutraut. „Da ist noch einiges drin“, sagt Jürgen Schmidt.

 

 

Das Besondere an seinem Roman: „Lesereise in den Tod“ spielt sich zum Teil in den beiden Wohnorten des Autors ab. Das ist zum einen Bad Münstereifel, in dem Schmidt die Woche über lebt und in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet, zum anderen das Dorf Neukirchen, in das er an den Wochenenden zu seiner Familie zurückkehrt. „Leser aus Grevenbroich werden viele Schauplätze meines Romans wiedererkennen“, sagt Schmidt. Da wären zum Beispiel die Pizzeria und die Apotheke in Neukirchen oder die (fiktive) Arztpraxis im Grevenbroicher Bahnhofsviertel, die dem Vater der ermordeten Autorin gehört.

 

 

Woran Schmidt eine diebische Freude hat: Er lässt seine Leser an der Fahndung nach Monas Mörder teilhaben, lässt sie raten und rätseln und lockt sie immer wieder auf falsche Fährten. „Daraus schöpft der Roman einen großen Teil seiner Spannung“, sagt der Autor. Wer meine, den Mörder todsicher ermittelt zu haben, könne sich schon im nächsten Kapitel wundern.

 

 

Die Schriftstellerei ist für Jürgen Schmidt kein Broterwerb, sondern vielmehr ein Freizeitvergnügen, bei dem er abschalten und sich in andere Welten hineindenken kann. „Wenn es dann auch noch dem Leser gefällt – umso besser“, sagt er. Dass er im Krimi nun sein Genre gefunden hat, davon ist er überzeugt. Und so schreibt er schon jetzt an seinem neuen Roman, der im Februar 2018 erscheinen soll.

 

 

Für alle, die es eilig (und einen entsprechenden Reader) haben: „Lesereise in den Tod“ ist bereits jetzt als e-Book erhältlich.

 

Wiljo Piel, Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 17.12.2016

 

Kölner Stadtanzeiger, 18.Januar 2017

Der Niederrhein-Autor aus Neukirchen

 

Der Autor Jürgen Schmidt bestritt die Auftaktveranstaltung der Reihe „60 Minuten Niederrhein“ im Museum und gibt Einblicke in sein Werk.

 

Natürlich kennt er sich mit den Eigenheiten des Niederrheiners aus. Jürgen Schmidt aus Neukirchen beschäftigt sich seit Jahren damit. Seine Heimat, der Niederrhein, ist sein Forschungsgebiet. „Heimatinspektionen“, sagt der Autor von zahlreichen Kurzgeschichten, zwei Romanen und Herausgeber zweier Niederrhein-Anthologien dazu. Und die Heimat liegt ihm am Herzen. Zwar arbeitet Jürgen Schmidt als Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung in den Kuchenheimer Nordeifelwerkstätten. Sein Zuhause in Neukirchen hat er aber nicht ganz aufgegeben. Verbundenheit mit dem Niederrhein bringen auch die Sprache und Bilder zum Ausdruck, die Jürgen Schmidt nutzt, um in seinen Werken stets neue „Heimatinspektionen“ zu unternehmen. „Man sollte darüber schreiben, was man kennt“, sagt er pragmatisch. Vor allem aber schätzt er die Vorzüge seiner Heimat, des Niederrheins.

 

Die Anthologie „Dichter Nebel am Niederrhein“, die er gemeinsam mit der Büttgener Grafikerin und Autorin Michaela Kura vor zehn Jahren herausgegeben hat - damals noch in seinem eigenen SeitenWind-Verlag - sei indes kein Reiseführer. Die Essays, Geschichten und Gedichte sind Werke von Autoren, die am Niederrhein geboren sind oder hier leben. Jeder Text hat seinen eigenen Reiz. Den Verlag in Neukirchen gibt es bereits seit 2004 nicht mehr, und auch das Schreiben hat Jürgen Schmidt lange Zeit beiseite geschoben - bis ihn die Idee zu „Eigene Wege“, seinem neuen Manuskript packte. „Die Ideen schießen mir einfach durch den Kopf. Bis die Geschichte fertig ist, dauert es meist lange, denn ich gebe mir große Mühe mit den Formulierungen.“

 

Einen kleinen Vorgeschmack auf seinen neuen Roman, der noch in diesem Jahr erscheinen soll, bekamen kürzlich die Besucher der Auftaktveranstaltung zur Reihe „60 Minuten Niederrhein“, die im „Museum der niederrheinischen Seele“ regelmäßig stattfinden wird. Sie soll die Dauerausstellung ergänzen und durch Kunst, Musik, Historie und eben Literatur erweitern. „Eigene Wege“ handelt von Amanda, deren Ehe mit einem Gefühlslegastheniker schon längst gescheitert ist, als sie ihre Stelle im Hotel Erftblick antritt. Dort lernt sie Mario kennen und verliebt sich scheinbar aussichtslos in ihn. Oder nur scheinbar aussichtlos? Diese Frage beantwortet der Roman.

 

Schauplätze der Liebesgeschichte sind neben der Balearen-Insel Formentera, die Schmidt häufig bereist hat, auch Kapellen und Neuss sowie die Fähre, die von Zons nach Benrath fährt. „Das Manuskript ist gerade abgeschlossen. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem passenden Verlag. Ich hoffe, dass ich es einem seriösen Unternehmen schmackhaft machen kann“, sagt Schmidt. Selbst verlegt er ja nicht mehr. „Als relativ unbekannter Autor ist es natürlich schwierig, in großen Häusern unterzukommen. Doch einige befreundete bekannte Autoren geben mir viele Tipps - ich bin zuversichtlich.“ Sein Buch „Der lange Weg nach Amouliani“ ist im vergangenen Jahr als eBook erschienen – „Eigene Wege“ soll es auch als Print-Ausgabe geben.

 

Zum Schreiben kam Jürgen Schmidt bereits in jungen Jahren wegen einer Freundin. „Die hat viel gelesen. Ich fand die Bücher aber oft nicht so gut.“ Er habe dann gesagt, er könne das auch. Als die Freundin gekontert habe, „du redest ja immer nur“, sei er unter Zugzwang geraten. Seine vollendeten Werke nimmt Schmidt aber selten in die Hand: „Das würde mich verunsichern.“

 

Vera Straub, Neuss-Grevenbroicher Zeitung, Feb. 2013

 

Der erwähnte Titel „Eigene Wege“ wurde später unter dem Namen „Chiliherzen“ veröffentlicht.

Taschenbuch und alle E-Book-Formate
Taschenbuch und alle E-Book-Formate
erscheint im Feb. 2018
erscheint im Feb. 2018
Foto: Heinz-Gerd Wöstemeyer (Taschenbuch und Kindle!)
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Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
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Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch und Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch und Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
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Cover u. Foto: Michaela Kura (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover u. Foto: Michaela Kura (Taschenbuch, vergriffen!)
Die Borussia-Diät, Kurzgesch. (Anthologie, alle Formate)
Die Borussia-Diät, Kurzgesch. (Anthologie, alle Formate)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
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15. Nov. Wuppertal
15. Nov. Wuppertal
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover: W. Stephan/M. Kura (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover: W. Stephan/M. Kura (Taschenbuch, vergriffen!)