Willkommen auf meiner Homepage!

 

Häufig werde ich gefragt, ob ich schon lange schreibe. Eigentlich ja, wenn auch mit vielen Unterbrechungen. Ein starkes Bedürfnis ist das Schreiben für mich aber immer gewesen. Wortschöpferisch musste ich bereits als Kind sein, denn als Stotterer konnte ich nicht alles aussprechen. Irgendwann gelang es mir, fast jedes schwierige Wort geschickt zu umschreiben. Durch diese Sicherheit ließ zum Glück auch der Sprachfehler nach. Die Liebe zur Sprache wuchs. Ich begann aufzuschreiben, was mich beschäftigt, was ich erlebe oder aufschnappe.      

 

Und was sich in meiner Heimatstadt Geldern ändern sollte! Dort gab ich als Jugendlicher zu frühen Zeiten der Friedensbewegung eine Alternativzeitung namens dent heraus. Gekommen bin ich auf diesen Namen beim Blättern im Wörterbuch. Warum auch immer: dent gefiel mir besser als die deutschen Begriffe Einschnitt oder Kerbe. Dass die Zeitung später oft mit Mitteilungsblättern der Zahnarztinnung verwechselt wurde, ahnte ich da noch nicht ... Es hinderte auch viele junge Leute nicht daran, uns zu mögen. Die Alternative im Kreis Kleve wäre Ronald Pofallas Junge Union gewesen. Der angehende Politiker aus Weeze war mir übrigens trotz riesiger Meinungsverschiedenheiten sympathisch, denn er unternahm etwas. Ich machte Interviews mit Leuten wie Ewald Lienen (Linksaußen in Gladbach und Kriegsdienstverweigerer), Gelderns Bürgermeister Wolffram, Jürgen Möllemann, den Bläck Fööss, Stefan Josefus von Franz K. oder der Lokomotive Kreuzberg, die später als Spliff noch richtig berühmt wurde. Spaß und linksliberale Politik standen im Vordergrund. Natürlich schrieb und gestaltete ich die Zeitung nicht allein, es waren auch andere Leute dabei, die leider ständig wechselten. Pünktlichkeit und Disziplin gehörten nicht gerade zu unseren Stärken. So bekam dann nur ich, quasi als Urgestein", den Preis für die Belebung des politischen Interesses der Gelderner Jugendlichen von der Liberalen Stiftung Geldern verliehen. Es ist verdammt lang her!

 

Später wohnte ich in Düsseldorf und Aachen. Meine damalige Freundin las viel, aber mir gefiel manches überhaupt nicht. Das kann ich auch, sagte ich mehrmals in meiner damals vollmundigen Art. Sie konterte gut: Du redest immer nur ... Recht hatte sie. Ein Jahr später knallte ich ihr so ganz nebenbei eine Ausgabe von Schreiben & Lesen auf den Küchentisch. Da hast du es! Der Stoedtner Verlag hatte tatsächlich eine Kurzgeschichte von mir gedruckt. Ein Verlag aus Berlin! Es kam zu weiteren Veröffentlichungen, aber ich habe die Hefte und Zeitungen nie lange gesammelt. Stolz war ich auf fast jährliche Beiträge in den roten Taschenkalendern des Lamuv-Verlags (z.B. Frieden '87). Dafür gab es zwanzig Mark pro Seite. Das war schon ordentlich für den friedensbewegten "Künstler" und reichte für einen netten Abend beim Griechen!

 

Danach folgten zahlreiche Beiträge für irgendwelche Anthologien. Anfangs waren auch unterirdisch schlechte Bücher dabei, die ich sofort versteckte, bis ich irgendwann die Spreu vom Weizen trennen konnte, sprich die überflüssigen Druckkostenzuschuss-Verlage von seriösen Unternehmen. Es kam zu Veröffentlichungen in Zeitschriften wie lui, Funkuhr", TransAtlantik oder auch in der erfolgreichen Braunschweiger Anthologie Herz kopfüber". Als SeitenWind-Verleger gab ich später Bücher wie u.a. Die Nebelfrau, Zwischen Heine und Altbier, Jan Voss, ... und mittendurch fließt der Rhein sowie Dichter Nebel am Niederrhein heraus. Es kam sogar zu einer einstündigen TV-Lesung in der Reihe Nach(t)lese von tv.nrw. Wer hätte das dem stotternden Jungen zugetraut, der einst gewaltige Angst vor dem Vorlesen eines einzigen Satzes in der Kirche hatte? 2004 war mit dem Verlag Schluss und in der Folgezeit hatte ich erst einmal wenig Interesse an neuen Geschichten. Ich mochte auch den gesamten Bücherrummel nicht mehr.  

 

Es ging erst Jahre später weiter. Unter anderem mit dem Roman Chiliherzen (2013), den ich mit der Autorin und Journalistin Sandra Wagner geschrieben habe. Wir fanden die Idee, eine Geschichte sowohl aus männlicher als auch aus weiblicher Perspektive zu erzählen, sehr verlockend und spannend. Das war es dann auch! Trotz regelmäßiger Meinungsverschiedenheiten, aber die gehörten bei unseren Hauptakteuren Amanda und Mario ebenfalls dazu! Wir hatten es nicht anders erwartet und es war sowieso klar, dass solch ein Projekt nur mit Toleranz und gegenseitiger Achtung gelingen kann. Mit dem Ergebnis sind wir nach einer fast dreijährigen Zusammenarbeit zufrieden und hoffen, dass auch die meisten Leser das sein werden. Natürlich geht es in diesem Buch um die große Liebe. Wer eine bunte, lockere, seichte Strandlektüre erwartet, wird sicherlich nicht zufrieden sein. Alle Anderen hoffentlich schon.

 

Ende 2014 ist im Verlag Monsenstein & Vannerdat ein Lesebuch (Leben süß-sauer) erschienen, das in Absprache mit meinem Arbeitgeber, den Nordeifelwerkstätten, im Rahmen einer sogenannten Betriebsakademie entstanden ist. Mit einer kleinen Gruppe begannen wir im Februar 2014 unsere Ideen und Vorstellungen auszutauschen. Es kam schnell einiges an Geschichten und Gedichten zusammen. Damit wir den Umfang eines richtigen Taschenbuches in der relativ kurzen Zeit erreichen konnten, steuerte ich die Erzählungen Mit den Augen eines Denkmals sowie Stürmers Reise nach Euskirchen bei. Stürmer" startete zeitgleich als eigenes eBook, als Single sozusagen. Freunde und Testleser ermutigten mich zudem die (fast wahre) Geschichte Sabine, Blumenschein und mein Ruf als Mörder zu veröffentlichen, ebenfalls ein eher dünnes Buch, dafür aber gewaltig schräg ...

 

Zur Volljährigkeit der Nebelfrau habe ich die Geschichte nach 18 Jahren überarbeitet, einiges umformuliert oder gestrichen und um viele neue Szenen ergänzt. Da mir die Zeit für eine erneute Verlagssuche fehlt, habe ich die neue Version als eBook bei Amazon eingestellt. Auf den Kopierschutz wurde bewusst verzichtet, was den Vorteil hat, dass das Buch auch auf anderen Lesegeräten als dem Kindle zu lesen ist.

 

Am 17. Januar 2017 erscheint dann endlich mein erster Krimi im Düsseldorfer Verlag edition oberkassel. Bad Münstereifel wird dabei Schauplatz eines Mordes sein ... Soll keiner sagen, hier sei außer Outlet und Heino nichts los!

 

 

 

Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Buchcover: Jürgen Schmidt Foto: Heinz-Gerd Wöstemeyer
Buchcover: Jürgen Schmidt Foto: Heinz-Gerd Wöstemeyer
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Kurzgeschichte: Die Borussia-Diät
Kurzgeschichte: Die Borussia-Diät
15. Nov. Wuppertal
15. Nov. Wuppertal
Cover u. Foto: Michaela Kura
Cover u. Foto: Michaela Kura
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt
Cover: W. Stephan/M. Kura
Cover: W. Stephan/M. Kura