Willkommen zu einer Lesereise

auf meiner Homepage!

 

Oft werde ich gefragt, ob ich schon lange schreibe. Ja, wenn auch mit Unterbrechungen. Ein starkes Bedürfnis ist das Schreiben für mich aber immer gewesen. Wortschöpferisch musste ich bereits als Kind sein, denn als Stotterer konnte ich nicht alles aussprechen. Irgendwann gelang es mir, fast jedes schwierige Wort geschickt zu umschreiben. Durch diese Sicherheit ließ zum Glück auch der Sprachfehler nach. Die Liebe zur Sprache wuchs. Ich begann aufzuschreiben, was mich beschäftigt, was ich erlebe oder aufschnappe.      

 

Und was sich in meiner Heimatstadt Geldern ändern sollte! Dort gab ich als Jugendlicher zu Zeiten der Friedensbewegung eine Alternativzeitung namens dent heraus. Gekommen bin ich auf diesen Namen beim Blättern im Wörterbuch. Warum auch immer: dent gefiel mir besser als die deutschen Begriffe Einschnitt oder Kerbe. Dass die Zeitung später oft mit Mitteilungsblättern der Zahnarztinnung verwechselt wurde, hatte ich nicht geahnt. Es hinderte auch viele Leute nicht daran, uns zu mögen. Die Alternative im Kreis Kleve wäre Ronald Pofallas Junge Union gewesen. Der angehende Politiker aus Weeze war mir übrigens trotz großer Meinungsverschiedenheiten sympathisch, denn er unternahm etwas. 

 

Ich machte Interviews mit Leuten wie Ewald Lienen (Stürmer in Gladbach und KDVer), Gelderns Bürgermeister Wolffram, Jürgen Möllemann, den Bläck Fööss oder der Lokomotive Kreuzberg, die später als Nina-Hagen-Band und Spliff noch richtig berühmt wurde. Spaß und linksliberale Politik standen im Vordergrund. Natürlich schrieb und gestaltete ich die Zeitung nicht allein, es waren auch andere Leute dabei, die leider ständig wechselten. Pünktlichkeit und Disziplin gehörten nicht gerade zu unseren Stärken. Wahrscheinlich war ich den anderen auch viel zu ungeduldig, was ich im Nachhinein verstehe.

 

Später wohnte ich in Düsseldorf und Aachen. Meine damalige Freundin las viel, aber mir gefiel manches von dem überhaupt nicht. Das kann ich auch, sagte ich in meiner vollmundigen Art. Sie konterte gut: Du redest immer nur ... Recht hatte sie! Ein Jahr später knallte ich ihr eine Ausgabe von Schreiben & Lesen auf den Küchentisch. Da hast du es! Der Stoedtner Verlag hatte eine Kurzgeschichte von mir gedruckt. Ein Verlag aus Berlin! Es kam zu weiteren Veröffentlichungen, aber ich habe die Hefte und Zeitungen nie gesammelt. Stolz war ich auf fast jährliche Beiträge in den roten Taschenkalendern des Lamuv-Verlags (z.B. Frieden '87), die fünfstellige Auflagen erreichten. Dafür gab es 20 Mark pro Seite. Das war schon ordentlich für den friedensbewegten "Künstler" und reichte für einen Abend beim Griechen!

 

Danach folgten zahlreiche Beiträge für irgendwelche Anthologien. Anfangs waren auch unterirdisch schlechte Bücher dabei, die ich versteckte, bis ich irgendwann die Spreu vom Weizen trennen konnte, sprich die Druckkostenzuschuss-Verlage von seriösen Unternehmen. Es kam zu Veröffentlichungen in Zeitschriften wie lui, Funkuhr", TransAtlantik oder in der erfolgreichen Braunschweiger Anthologie Herz kopfüber". Als SeitenWind-Verleger gab ich später Bücher wie u.a. Die Nebelfrau, Zwischen Heine und Altbier, Jan Voss sowie Dichter Nebel am Niederrhein heraus. Es kam sogar zu einer einstündigen TV-Lesung in der Reihe Nach(t)lese von tv.nrw. Wer hätte das dem stotternden Jungen zugetraut, der einst gewaltige Angst vor dem Vorlesen eines einzigen Satzes in der Kirche hatte? 2004 war mit dem Verlag Schluss und in der Folgezeit hatte ich erst einmal wenig Interesse an neuen Geschichten. Ich mochte auch den gesamten Bücherrummel nicht mehr.  

 

Es ging erst Jahre später weiter. Unter anderem mit dem Roman Chiliherzen (2013), den ich mit der Autorin und Journalistin Sandra Wagner geschrieben habe. Wir fanden die Idee, eine Geschichte sowohl aus männlicher als auch aus weiblicher Perspektive zu erzählen, sehr verlockend und spannend. Das war es dann auch! Trotz regelmäßiger Meinungsverschiedenheiten, aber die gehörten bei unseren Hauptakteuren Amanda und Mario ebenfalls dazu! Wir hatten es nicht anders erwartet und es war sowieso klar, dass solch ein Projekt nur mit Toleranz und gegenseitiger Achtung gelingen kann. Mit dem Ergebnis sind wir nach einer fast dreijährigen Zusammenarbeit zufrieden gewesen, sind es auch heute noch. Natürlich geht es in diesem Buch um die große Liebe. Wer eine bunte, lockere, seichte Strandlektüre erwartet, wird enttäuscht sein.

 

Ende 2014 ist im Verlag Monsenstein & Vannerdat ein Lesebuch (Leben süß-sauer) erschienen, das in Absprache mit meinem Arbeitgeber, den Nordeifelwerkstätten, im Rahmen einer sogenannten Betriebsakademie entstanden ist. Mit einer kleinen Gruppe begannen wir im Februar 2014 unsere Ideen und Vorstellungen auszutauschen. Es kam schnell einiges an Geschichten und Gedichten zusammen. Damit wir den Umfang eines richtigen Taschenbuches in der relativ kurzen Zeit erreichen konnten, steuerte ich die Erzählungen Mit den Augen eines Denkmals sowie Stürmers Reise nach Euskirchen bei. Stürmer" startete zeitgleich als eigenes eBook, als Single sozusagen.

 

An manche Dinge habe ich mich lange nicht herangetraut, erst jetzt scheint die Zeit dafür reif zu sein: Am 19.01.17 erscheint mein erster Krimi Lesereise in den Tod im Verlag edition oberkassel. Einmal auf den Geschmack gekommen, wird es im Februar 2018 einen Folgeroman geben. Der Münstereifler Detektiv Andreas Mücke ermittelt also weiter. Ich hoffe, dass die Leser ihn mögen werden ...

 

erscheint am 19.01.2017 (Taschenbuch und alle E-Buch-Formate!)
erscheint am 19.01.2017 (Taschenbuch und alle E-Buch-Formate!)
Foto: Heinz-Gerd Wöstemeyer (Taschenbuch und Kindle!)
Foto: Heinz-Gerd Wöstemeyer (Taschenbuch und Kindle!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch und Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch und Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Michaela Kura (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover u. Foto: Michaela Kura (Taschenbuch, vergriffen!)
Die Borussia-Diät, Kurzgesch. (Anthologie, alle Formate)
Die Borussia-Diät, Kurzgesch. (Anthologie, alle Formate)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
15. Nov. Wuppertal
15. Nov. Wuppertal
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover u. Foto: Jürgen Schmidt (Nur als Kindle-Ebook!)
Cover: W. Stephan/M. Kura (Taschenbuch, vergriffen!)
Cover: W. Stephan/M. Kura (Taschenbuch, vergriffen!)